Oberhausener Hauptbahnhof und Umgebung

Die Aufwertung und Weiterentwicklung der zentralen Innenstadtlage von Alt-Oberhausen mit einem „Brückenschlag“ zwischen Behördenviertel, Geschäftslagen, Bahnhofsbereich, Industriemuseum, Altenberggelände und weiteren angrenzenden Lagen von Lirich Süd ist eine der zentralen Maßnahme des Brückenschlags.

 

Freiraumplanerischer Ideenwettbewerb

Um diesem repräsentativen Bereich die städtebauliche und freiräumliche Qualität beizumessen, die er verdient, ist ein städtebaulicher Ideenwettbewerb für ein ca. 7,5 ha großes Areal vorgesehen, in dem sich mehrere Landesliegenschaften befinden.

Aus städtebaulicher Perspektive soll eine identitätsstiftende Überarbeitung des öffentlichen Raumes im nahen und weiteren Bahnhofsumfeld stattfinden. Hierbei gibt es einen historisch gewachsenen, schwierigen Zuschnitt an Grundstücken, die Verkehrsführung und die öffentlichen Plätze zu beachten, die bis heute die Wegeführungen zwischen der Innenstadt und Lirich sowie zwischen dem Bahnhof als zentralem Eingangsbereich und den Kultur- und Handelsangeboten der Marktstraße erschweren.

Entstehen soll ein Raumbild als „Eingangstor zur Innenstadt“. Um dies zu erreichen, muss der öffentliche Raum aufgewertet, die Dimensionierung und Führung der Verkehrsflächen im Umfeld überdacht und Möglichkeiten der besseren Anbindung der Marktstraße an den Bahnhofsvorplatz entwickelt werden. Die Wegebeziehungen sollen gestärkt werden.

Die Durchführung des Wettbewerbs ist für das Jahr 2021 vorgesehen. Der Prozess wird dabei von einem professionellen Wettbewerbsmanagement begleitet.

Im integrierten Handlungskonzept Soziale Stadt Oberhausen-Brückenschlag finden Sie die Maßnahme als „Neugestaltung des Finanzamt-Areals – Brückenschlag zur City“ (R.4) auf Seite 126.

Auch das Nahmobilitätskonzept beschäftigt sich intensiv mit einer möglichen verkehrlichen Neustrukturierung dieses Areals. Mehr Informationen zum Nahmobilitätskonzept erhalten Sie hier.

 

Weiter tragen auch folgende Maßnahmen über das Programm „Sozialer Zusammenhalt Oberhausen Brückenschlag“ hinaus zur Aufwertung des Bahnhofumfeldes bei:

 

Haus des Jugendrechts

In direkter Nachbarschaft zum Hauptbahnhof hat die Stadt Oberhausen nach siebenmonatiger Umbauzeit im September 2020 in der „Alten Post“ das „Haus des Jugendrechts“ eröffnet. In den Räumlichkeiten arbeiten die städtische Jugendgerichtshilfe, das Kriminalkommissariat 12 (u.a. zuständig für Jugendkriminalität) und die Staatsanwaltschaft Duisburg eng zusammen. Ziel der Arbeit ist es, straffällig gewordenen oder gefährdeten Jugendlichen frühzeitig Perspektiven aufzuzeigen und sie langfristig „auf die richtige Bahn“ zu bringen.

 

Umbau Ladenlokal im Erdgeschoss des Hauptbahnhofes: TANDEM – Zugang zum Wasserturm

Im Zeitraum von 2015 bis 2020 wurde hier von Kultur im Turm e.V. (KiTeV) und der Stadt Oberhausen, gefördert mit Mitteln der Städtebauförderung, das lange Zeit leerstehende Ladenlokal zu einer Begegnungsstätte für Bürger/innen, Künstler/innen, Oberhausener/innen und Tourist/innen umgebaut. Ziel ist es, diesen Ort als kunstfördernde Begegnungsstätte für plastische, bildende Kunst und Audio- und Videokunst sowie als kulturellen Veranstaltungsraum zu nutzen. Der Umbau wurde in der Form seiner Eingriffe in die Substanz so behutsam wie möglich vorgenommen und arbeitet mit einfachen Materialien, offener Verlegeart und produziert damit einen reduzierten, minimalistischen Gesamteindruck. Aufgrund der Pandemie konnte diese Begegnungsstätte noch nicht wie geplant in Betrieb genommen werden.

Kontakt KiTeV: https://kitev.de/