Kinder- und Jugendarbeit

Kinder- und Jugendarbeit bedeutet, dass die Angebote von jedem Mädchen und Jungen genutzt werden können. Sie sind also nicht an eine Mitgliedschaft gebunden und generell kostenfrei. Die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit richten sich besonders an sozial benachteiligte junge Menschen und leisten dadurch einen Beitrag zur Integration und helfen Ausgrenzung zu vermeiden. Die Angebote sind dabei sehr unterschiedlich. Sie reichen von Spielmobilen, Spielplätzen, Kinder- und Jugendtreffs bis hin zu sportlichen Aktivitäten und Medienangeboten.

 

Kinderstadtplan

Mit diesem Projekt soll ein Stadtplan speziell für die Bedürfnisse von Kindern entwickelt werden. Der Kinderstadtplan soll den Kindern helfen, ihren Stadtteil näher kennenzulernen, den eigenen Bewegungsradius zu vergrößern und die für sie interessantesten Orte zu erkunden. Dazu gehören Sportstätten ebenso wie Spielplätze und informelle Treffpunkte – auch solche, die für Erwachsene auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind.

Dafür wird gemeinsam mit Kindern verschiedener Schulen und einem/einer Geograph/in oder Sozialwissenschaftler/in eine Begehung des Quartiers erfolgen, um zusammen wichtige Orte und Punkte im Stadtteil zu erfassen und kennenzulernen. Anschließend können die Kinder auch an der Gestaltung des Plans mitwirken.

Beispielsweise können sie die Symbole für den Kinderstadtplan selbst malen und über die farbliche Gestaltung abstimmen. Der Plan soll auch digital in Form einer App/Website zugänglich gemacht werden.

Das Projekt wird in Kooperation mit den Schulen in der Innenstadt, dem Kinderbüro der Stadt Oberhausen, freiwilligen Helfer/innen und durch das Stadtteilbüro Brückenschlag durchgeführt. Aufgrund der aktuellen Situation und den geltenden Auflagen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird sich der Projektstart auf unbestimmte Zeit verschieben.

Sie haben Fragen zu diesem Projekt? Dann melden Sie sich gerne im Stadtteilbüro Brückenschlag.

 

Jugendfreizeitfläche an der Willy-Jürissen-Halle

Im Sommer 2019 wurde, nach intensiver Beteiligung von Jugendlichen sowie Anwohner/innen, die neue Jugendfreizeitfläche „Open Space“ eröffnet. Die Jugendfreizeitfläche besteht aus zwei Teilbereichen: An der Willy-Jürissen-Halle bieten fortan ein „Yalp Toro“, ein viereckiges mit vier digitalen Toren ausgestattetes Multifunktionsfeld, und ein Spielfeld mit Kunststoffbelag für Hand- und Fußball Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung. Der zweite Teilbereich am Südmarkt hat einen ruhigeren Charakter und lädt zum Verweilen ein. Finanziert wurde die Gesamtmaßnahme mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt Alt-Oberhausen, welches mittlerweile ausgelaufen ist.

 

Bildungsbrücke – Ausbildungspatenschaften

In Zusammenarbeit mit der RUHRWERKSTATT Kultur-Arbeit im Revier e.V. unterstützt das Stadtteilbüro Brückenschlag Schüler/innen der Abschlussklassen beim Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf. Das Projekt „Bildungsbrücke“ fördert die Chancengleichheit und Integration indem den beteiligten Schüler/innen individuelle, nachhaltige und qualifizierte Begleitung im Übergangsprozess „Schule-Beruf“ zur Seite gestellt wird. Konkret sollen die jungen Menschen durch Bildungspaten/innen beim Einstieg in das Berufsleben unterstützt werden.

Der Sozialbericht 2020 der Stadt Oberhausen zeigt im Bereich des Übergangs „Schule-Beruf“ deutliche Defizite auf. „Auch nach Beendigung der Schulpflicht gehen überdurchschnittlich viele Jugendliche in Arbeitslosigkeit über“ heißt es in dem Bericht für die Oberhausener Sozialquartiere. Insbesondere Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen sind von dieser Entwicklung betroffen. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben die Problemlage hier noch verschärft. Der Betrieb von Schulen ist stark eingeschränkt und stellt die Schüler/innen vor große Herausforderungen. Viele Jugendliche können aufgrund der Pandemie keine Praktika absolvieren oder andere Berufsorientierungsangebote in Anspruch nehmen.

Ein Lösungsansatz sollen hier die Ausbildungspatenschaften sein. Bei dem Modell handelt es sich um eine zeitlich begrenzte, freiwillige Zusammenarbeit zwischen einer berufserfahrenen Person und einer/m Jugendlichen. Eine Patenschaft stellt eine verlässliche und verbindliche 1:1 Beziehung dar, die auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen basiert. Im Fokus einer Ausbildungspatenschaft stehen Schüler/innen der Abschlussklassen. Die gesamte Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe und einvernehmlich.

Grundsätzlich können alle Personen, die bereits Berufserfahrung gesammelt haben und einen „guten Draht“ zu Jugendlichen aufbauen können sich ehrenamtlich als Paten/innen engagieren. Die RUHRWERKSTATT Kultur-Arbeit im Revier e.V. bereitet die Paten/innen intensiv auf die Arbeit mit den Schüler/innen vor und bietet im gesamten Prozess Unterstützung an.

Die Aufgaben der Paten/innen sind:

  • Unterstützung bei der Berufswahl
  • Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen
  • Begleitung des gesamten Bewerbungsprozesses und Unterstützung bei der damit verbundenen Bürokratie (Zugangsvoraussetzungen, Fristen, Termine etc.)
  • Gesprächspartner/innen für Jugendliche und Eltern
  • Stärkung der Frustrationstoleranz in der Bewerbungsphase
  • Stabilisierung der Persönlichkeit der jungen Menschen

Wer sich bei dem Projekt als Patin oder Pate engagieren möchte, meldet sich gerne bei Herrn Artur Sotula (telefonisch unter 0208 / 857 5647 oder per E-Mail: artur.sotula@ruhrwerkstatt.de).

Im Projektflyer finden Sie noch einmal die wichtigsten Informationen kurz und knapp zusammengefasst.