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Wir haben die Ärmel hochgekrempelt und planen zahlreiche unterschiedliche Projekte parallel – oder sind gerade dabei sie zu entwickeln und umzusetzen. Insgesamt sind die Umsetzungen von über 70 Maßnahmen vorgesehen. Diese sind zum Teil – wie zum Beispiel das Fassaden- und Hofprogramm – bereits in der Umsetzung. Andere erfordern viel Vorarbeit, wie beispielsweise das Projekt „Europa-Palast“.

Dabei gehen Aktivitäten von privater Seite Hand in Hand mit öffentlich geförderten Maßnahmen.. Wir greifen die in unserer Stadt und Region vorhandenen Qualitäten und Netzwerke auf, stärken diese und verbinden die unterschiedlichen Akteure. Wenn dabei neue Qualitäten geschaffen und gefördert werden und neue Kooperationen und Netzwerke entstehen – umso besser!

Doch grau ist alle Theorie. Schauen Sie sich auf den folgenden Seiten die Projekte an, die wir bereits angestoßen haben. Und eines ist sicher: Es werden nicht die Einzigen bleiben.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Entdecken der Vorhaben, Pläne und Projekte, die in Oberhausen vorhandene Brücken stützen und neue Brücken schlagen werden.

 

Aus dem ehemaligen, unter Denkmalschutz stehenden Kino „Europa-Palast“ wird derzeit ein multifunktionaler Veranstaltungssaal geschaffen. Der neue Multifunktionsraum wird vielseitige kulturelle Aktivitäten erlauben und damit neue Formate verschiedener Künste und kultureller Veranstaltungen ermöglichen.

Die Marktstraße als zentrale Einkaufsmeile der Oberhausener Innenstadt weist seit einigen Jahren herausfordernde Entwicklungen auf. Um die zentrale Handelslage Oberhausens zu stärken, wurde zunächst ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept für die Marktstraße entwickelt. Die darauf aufbauenden Maßnahmen haben das Ziel, eine Aufwertung der privaten und öffentlichen Räume im Bereich Marktstraße zu bewirken. Erste Projekte wurden bereits erfolgreich umgesetzt, weitere werden in der nahen Zukunft realisiert.

Ziel des Projektes ist es, das LVR-Industriemuseum als eines der auch zukünftig international führenden Museen seiner Art zu positionieren. Die Maßnahmen zielen auf eine Erneuerung im Hinblick auf Flexibilität, Energie, Barrierefreiheit und Sicherheit, vor allem aber auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Sonderausstellungen und Begleitveranstaltungen ab. Zusätzlich sollen auch der Freiraum des Zentrums Altenberg aufgewertet und die alte Walzhalle als multifunktionale Versammlungsstätte entwickelt werden.

Innerhalb der Bevölkerung mit Migrationshintergrund gibt es bestimmte Zielgruppen wie Frauen oder Alleinerziehende, die schon viele Jahre in Oberhausen leben und trotz des guten Angebots an Sprachkursen noch keinen Kurs besucht haben. Um hier eine Lösung zu bieten, hat das Stadtteilbüro Brückenschlag durch die RUHRWERKSTATT Ende 2019 eine aufsuchende Sprachberatung im Familienzentrum angeboten. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Angebot vorerst ausgesetzt werden.

Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich zunehmend auch auf lokaler Ebene. Vor diesem Hintergrund wurde das Grünstrukturen-Entwicklungskonzept erarbeitet, das u. a. konkrete Maßnahmen vorschlägt, die speziell die Oberhausener Innenstadt im Umgang mit den Folgen des Klimawandels stärken sollen. Erste Maßnahmen sind bereits umgesetzt. Die Anpassungsvorschläge betrachten neben den städtischen Grün-, Frei- und Erholungsflächen auch Potenziale, die sich im privaten Raum ergeben.

Kinder stellen eine wichtige Zielgruppe dar, wenn es um sozialpräventive Maßnahmen geht. Ziel des Projekts ist es, einen Stadtplan speziell für die Bedürfnisse von Kindern zu entwickeln. Er soll ihnen helfen, ihren Stadtteil näher kennenzulernen, den eigenen Bewegungsradius zu vergrößern und die für sie interessantesten Orte zu erkunden. Die Besonderheit des Projekts: Kinder einer 5. oder 6. Klasse können an der Gestaltung des Plans mitwirken.

Kommunikation und gesellschaftliches Zusammenleben sind wichtige Faktoren, damit sich Anwohner/innen in ihrem Wohnumfeld wohlfühlen. Die mobile Dialogbank bietet eine gute Möglichkeit, die Bewohnerschaft mit Hilfe unterschiedlicher Formate einzubeziehen und die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Sie kann für verschiedene Projekte und Aktionen von interessierten Akteur/innen, Bürger/innen und Geschäftsleuten ausgeliehen werden und soll bei gutem Wetter den Bereich vor dem Stadtteilbüro beleben.

In der Oberhausener Innenstadt sind Bürger/innen mit den unterschiedlichsten Verkehrsmitteln unterwegs. Nicht an allen Stellen der Innenstadt sind die Bedingungen dabei für alle Teilnehmer/innen des Straßenverkehrs gleich gut. Vor dem Hintergrund des Klimawandels möchte die Stadt Oberhausen auf Grundlage des Nahmobilitätskonzepts insbesondere das Zufußgehen und Radfahren sowie die vermehrte Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) stärken.

Die denkmalgeschützte Arbeitersiedlung Gustavstraße weist einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Aus diesem Grund soll eine umfassende, insbesondere energetische Sanierung des Gebäudebestandes erfolgen. Darüber hinaus werden die Wohnungsgrundrisse und auch die Gebäudeausstattung an heutige Standards angepasst und der Freiraum in der Siedlung verschönert. Ziel der Stadt ist es, die Umsetzung mit den Mieterinnen und Mietern gemeinsam zu entwickeln.

Mit der Konzeption des „Stadtteilservice“ verfolgt das Stadtteilbüro Brückenschlag zwei Ziele: Die qualifizierte Beschäftigung von Arbeitslosengeld-II-Empfänger/innen und die Verbesserung der öffentlichen und sozialen Infrastruktur im Quartier Brückenschlag. Konkret bedeutet dies, dass eine Kleingruppe von Teilnehmenden regelmäßig durch das Quartier geht. Dabei achten sie im Besonderen auf Missstände im Wohnumfeld, die sie dokumentieren und deren Beseitigung/Reparatur direkt in Auftrag geben. Durch ihre Arbeitskleidung werden sie für die Bevölkerung gut erkennbar sein und können im direkten Kontakt auf Missstände angesprochen werden oder Anregungen und Beschwerden entgegennehmen.

Um der zentralen Innenstadtlage von Alt-Oberhausen mit einem „Brückenschlag“ zwischen Behördenviertel, Geschäftslagen, Bahnhofsbereich, Industriemuseum, Altenberggelände und weiteren angrenzenden Lagen von Lirich Süd die Qualität beizumessen, die es verdient, ist ein städtebaulicher Ideenwettbewerb geplant. Entstehen soll dabei ein Raumbild als „Eingangstor zur Innenstadt“. Der Auftakt für den Wettbewerb ist im Jahr 2020 vorgesehen.